Liebe, Tod und Meisterwerke

Dokumentarfilm (55 min.) von Ellen El Malki
Deutschland 2004

Künstlerpaare - seit jeher stehen sie wegen ihrer Dramen und Skandale im Interesse der Öffentlichkeit, aber auch, weil sie als Idealbild einer Beziehung erscheinen. In ihrem neuen Dokumentarfilm Liebe, Tod und Meisterwerke geht die Regisseurin Ellen El Malki der Frage nach, ob die Liebe zwischen Künstlern wirklich so besonders ist. Entstanden ist ein sehr sensibles, persönliches Porträt, in dem sich so unterschiedliche Liebende der Autorin geöffnet haben wie die Performance-Künstlerin Marina Abramovic, die Malerin Oda Jaune (Ehefrau von Jörg Immendorff), die Sängerin Francoise Cactus (Stereo Total) und die Regisseurin Agnès Varda, die über 30 Jahre lang mit dem Filmemacher Jacques Demy liiert war.

Die Regisseurin untersucht, welchen Einfluss die Liebe zwischen zwei Künstlern auf ihre Kunst hat, was das künstlerische Schaffen mit dieser Liebe macht, inwiefern Eifersucht das Werk der Künstler beeinflusst, ab wann die gegenseitige Inspiration in Lähmung umschlägt und ob nicht eigentlich Einsamkeit die Voraussetzung für jede Entwicklung von kreativem Potential ist. Immer wieder macht sie auch das Spannungsfeld zwischen der Realität der Künstlerbeziehungen und deren öffentlicher Wahrnehmung zum Thema ihres Films. Ellen El Malki reflektiert über die Natur der Künstlerliebe, über Symbiose und Abgrenzung, über Trennung und Tod, über die Liebe zum anderen und zur Schönheit des Lebens.

Liebe, Tod und Meisterwerke erinnert darüber hinaus an die großen Liebenden in der Kunst des letzten Jahrhunderts, die mit ihren Beziehungen Geschichte schrieben: Der Film präsentiert Paare wie Johnny Cash und June Carter, Frida Kahlo und Diego Rivera, Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre, Leonara Carrington und Max Ernst sowie Elizabeth Taylor und Richard Burton. Diese Paare aus den unterschiedlichsten Kunstrichtungen haben eines gemeinsam: Ihre künstlerische und private Beziehung wurde so sehr zum Gegenstand des öffentlichen Interesses, dass ganze Generationen von ihnen berührt und beeinflusst wurden.